Freitag, 18. Februar 2005

Wie würdest du dich entscheiden?

Wenn es Amelie nicht gäbe - sie war und ist aber ein absolutes Wunschkind!!! - , würde ich mittlerweile im 6. Semester Grundschullehramt studieren - Musik als Unterrichtsfach an der Hochschule für Musik und Theater und Deutsch, Mathe und katholische Religion als Didaktikfächer. Nach dem 4. Semester hab ich pausiert - erst 1 Semester wegen der Schwangerschaft (letzten 12 Wochen) und jetzt pausiere ich das kommende Sommersemester, weil ich Amelie noch nicht in die Krippe geben möchte.
Mit mir zusammen studieren noch zwei andere "Weibsen" :) Musik als Unterrichtsfach für die Grundschule in unserem Jahrgang. Eine "grosse" Ausbeute bei über 200 Grundschullehramtsstudenten in unserem Jahrgang...
Wir sind also zu dritt, doch jetzt nach der langen Pause seit Juni bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich genau das noch will. Ich bin mir sehr sicher, dass ich Grundschullehrerin werden will, aber ob ich das mit Musik so packe, das bezweifle ich. Vor dem Studium hab ich Musik sehr gern gemacht; ich hab gern Klavier gespielt und ich hab noch viel, viel lieber gesungen. Ich hatte noch nie viel für Musiktheorie übrig, doch jetzt im Studium holt mich genau diese Musiktheorie ein. Klar, ich kann Noten lesen und die Intervalle voneinander unterscheiden, aber bei der Interpretation von Sinfonien hört bei mir die Freude auf. Die beiden anderen Weibsen :) haben in ihrer Schulzeit einen Musikleistungskurs belegt, das gab es bei uns nicht und um so schwerer fällt mir die ganze Materie. Was jedoch der springende Punkt ist: es macht mir keinen Spaß. An der Hochschule ist alles so penibel, alles ist so genau. Ich hab dort das Gefühl, dass Musik einfach keinen Spaß machen darf, sondern immer ganz genau und penibel sein muss. Sobald Musik Spaß macht und nicht gleichzeitig alles haargenau richtig ist, ist es nicht mehr in Ordnung. Und das ich nervig. Es macht einfach keinen Spaß.
Nun hab ich mich nach einer Alternative umsehen und bin bei Mathe gelandet. Ich mag Mathe sehr und kann mich auch in Probleme hineinknien (im Gegensatz zur Musik). Ich könnte nun also - wenn ich im Oktober weiterstudiere - zu Mathe wechseln. D.h. mein Unterrichtsfach wird Mathe und eines meiner Didaktikfächer wird Musik. Die Fächer bleiben also die gleichen nur die Gewichtung wird anders.
Das Problem: ich bin mir nicht sicher, ob ich's tun soll, denn es gibt dann kein zurück mehr. Es gibt wie überall Vor- und Nachteile:
Vorteile:
~ mehr Spaß am Studium
~ (hoffentlich) bessere Noten -> bessere Einstellungsschance
~ kein Abendunterricht mehr
~ falls wir keinen Krippenplatz bekommen, kann ich Amelie mit in die Vorlesung nehmen (bei Musik (= viel Einzelunterricht) nicht möglich!)
~ kein Instrument- und Gesangüben mehr

Nachteile:
~ Eignungsprüfung (und damit verbundenen) Stress umsonst
~ längere Studienzeit
~ wöchentliche Hausaufgaben mit Abgabepflicht

Nächste Woche werd ich mal zur Studienberatung gehen und nachfragen, was ich mir von meinem bisherigen Musikstudium alles anrechnen lassen kann.
Doch, ob ich wechsle, weiss ich dann wahrscheinlich immer noch nicht.

3-Weiber-Chaos

und ein Papa :)

auf den Nadeln...

* Strickjacke für Amelie

* Babyschuhe

die große Schwester

forumamelie

auf dem Nachttisch...

* früher...

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